Architekturskizzen: England

Londoner Architektur.
Cottage, Türen und Türgriffe.
Fenster und Gebäudeecke (in Sissinghurst).
Ein Cottage, dass es auch in die Graphic Novel geschafft hat.
Ein Landhaus, und wieder einmal Fenster (und sein Verschluss).
Kamine und Fensterbekrönungen.
Schaufenster-Verzierungen und Fenster und Türen.
Fenster und Abschlüsse von gusseisernen Zaunpfählen.
Unterstützungen von Vordächern an Hauseingängen – und Fenster und Kamine.
Fenster und Dachrinnenanschlüsse – und eine zufällige Gewandstudie (Bein).
Dachrinnen und -pfannen (Zierelemente), Zaun, Fensterdetails, Schaufenster-Formen.
Ein Cottage, Analyse der Giebelverzierungen.

Die Wiedergabe englischer Architektur aus der Zeit, in der H.G. Wells DER KRIEG DER WELTEN spielen lässt, lag mir bei der Vorbereitung und Umsetzung der Graphic Novel sehr am Herzen. Ich wollte immer, dass man beim Lesen des Comics später das Gefühl bekommen kann, dass es zum Zeitpunkt der Handlung genauso in England ausgesehen hat. Warum? Weil ich das als wesentlichen Bestandteil der Magie dieser Geschichte betrachte: Wells stammte ja selbst aus Südengland, und kannte alle Orte, in denen die Geschichte spielt, wie seine Westentasche (und das spürt man auch, wenn man den Roman liest, er macht sehr genaue Ortsangaben). Um das für mich bestechende Feeling aus der Buchvorlage in die Adaption zu retten, war eine genaue Orientierung an dieser grundsätzlichen Qualität also wichtig, und dazu gehört auch, es in der Epoche spielen zu lassen, in der es spielt. (Letzteres ist übrigens auch wichtig, um Wells’ Intention mit dem Buch – Kritik an der Kolonialpolitik Englands – besser verstehen zu können, aber dazu vielleicht später einmal mehr).

Wie aber das ländliche England des ausgehenden 19. Jahrhunderts über 100 Jahre später richtig wiedergeben? Nun, es helfen natürlich Bücher, und die Engländer haben wunderbare Bücher über das Leben im Viktorianischen Zeitalter, in denen auch der häusliche Alltag eine große Rolle spielt. Aber darin findet man auch nicht alles, was wichtig wäre. Ebenso findet man es nicht unbedingt im Internet (zumindest auch dort nicht alles, was man sucht). Nehmen wir mal an, ich hätte einen Close-Up, eine Nahaufnahme auf die Handlung zeigen wollen, wie eine der Figuren eines der typischen englischen Schiebe-Fenster öffnet – und dazu auch das Öffnen des Verschlusses zeigen wollen. Dazu muss man wissen und verstehen, wie diese Fenster gebaut sind – man findet aber im Internet nicht unbedingt sofort adäquates Bildmaterial zu einer solchen Detailfrage, nicht zu dem Zeitpunkt zumindest, als ich Recherche für diese Graphic Novel betrieb.

Insofern blieb nur eine Fahrt nach England, und Recherche vor Ort. 2014 war mir das Gottseidank im Rahmen einer anderen Reise möglich, und ich habe wie besessen in Canterbury, London und Umgebung skizziert (ein paar der Skizzen sieht man oben). Und dort fand ich sie, meine Fenster.

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